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Netzwerk für First-Level

IP/Gateway/DNS verstehen und die Diagnosekette bei fehlendem Internet systematisch abarbeiten.

First-Level Netzwerk 25 Min +150 XP

Worum geht’s

„Ich habe kein Internet” ist eines der häufigsten Tickets — und eines der lehrreichsten. Dahinter kann fast alles stecken: kein Netzwerklink, falsche IP, fehlendes Gateway, eine kaputte Namensauflösung. First-Level braucht eine feste Diagnosekette, um die Ursache Schicht für Schicht einzugrenzen, statt wahllos zu raten.

Konzept

Drei Bausteine muss jedes Gerät haben, um „ins Internet” zu kommen:

  • IP-Adresse + Maske — die Adresse im lokalen Netz (z. B. 192.168.10.42/24). Eine Adresse aus 169.254.x.x (APIPA) bedeutet: kein DHCP erreicht → meist Link- oder DHCP-Problem.
  • Default-Gateway — der Router, der Pakete aus dem lokalen Netz nach außen leitet. Ohne Gateway erreichst du nur lokale Hosts.
  • DNS — übersetzt Namen (www.example.com) in IP-Adressen. Ist DNS kaputt, funktionieren IPs noch, aber Namen nicht („Seite lädt nicht, aber Ping auf 8.8.8.8 geht”).

Die Maske bestimmt, was „lokal” ist — wie viele Bits das Netz festlegen, zeigt der Slider:

/24
Netzbits
—
Hostbits
—
Subnetzmaske
—
Hosts (gesamt)
—
Nutzbare Hosts
—

Die Diagnosekette arbeitet von unten nach oben: Link → IP → Gateway → DNS → Zielhost. Werkzeuge je Stufe: ipconfig/ip a (IP), ping aufs Gateway, ping auf eine externe IP, nslookup/DNS-Test, schließlich HTTP-Erreichbarkeit. So sieht eine DNS-Auflösung Schritt für Schritt aus:

Anfrage: www.example.com

    Beispiel-Fall

    Symptom: Ein Nutzer kann keine Website öffnen. „Internet ist weg.”

    1. IP prüfen (ipconfig): 169.254.12.7 — das ist APIPA, also kein DHCP. Schon hier wäre Schluss. Nehmen wir an, die IP ist korrekt (192.168.10.42).
    2. Gateway pingen (192.168.10.1): antwortet → lokales Netz und Router ok.
    3. Externe IP pingen (1.1.1.1): antwortet → Routing nach außen funktioniert.
    4. Namen auflösen (nslookup www.example.com): schlägt fehl → DNS ist die Ursache.
    5. Maßnahme: DNS-Server prüfen/korrigieren (richtiger Resolver konfiguriert?), Test-Auflösung wiederholen.

    Befund: Konnektivität ok, DNS defekt — „kein Internet” war in Wahrheit „keine Namensauflösung”. Genau diese Trennung spart enorm Zeit.

    Anwenden

    ▶ Am Tool ausprobieren

    Der Ping-Checker prüft Erreichbarkeit und Ports — die obere Hälfte deiner Diagnosekette.

    1. Prüfe die HTTP-Erreichbarkeit eines bekannten Hosts (z. B. example.com).
    2. Teste einen TCP-Port (z. B. 443) — antwortet der Dienst?
    3. Vergleiche: Host per IP erreichbar, per Name aber nicht? Dann ist DNS der Verdächtige.
    Tool öffnen: /ping-checker ↗
    ▶ Am Tool ausprobieren

    Das DNS-Lookup-Tool trennt „Name nicht auflösbar” von „Host nicht erreichbar”.

    1. Löse einen bekannten Domainnamen auf (A/AAAA-Record).
    2. Bekommst du eine IP zurück? Dann funktioniert die Namensauflösung.
    3. Vergleiche mit dem, was der Client lokal auflöst.
    Tool öffnen: /dns-lookup ↗

    Selbsttest

    Praxis-Challenge

    ⚑ Praxis-Challenge

    Ein Nutzer meldet „Internet weg”. Arbeite die Diagnosekette ab: prüfe mit dem Ping-Checker die Erreichbarkeit eines externen Hosts und eines Ports, und mit dem DNS-Lookup die Namensauflösung. Bestimme anhand der Ergebnisse, auf welcher Stufe (IP / Gateway / Routing / DNS) das Problem säße — und welche eine Frage du dem Nutzer zur Bestätigung stellst.

    Tool öffnen: /ping-checker ↗

    Modul im Speedrun testen →